Städel&ich / Mediathek / Podcast: Standpunkte zur Kunst

PODCAST ZU AKTUELLEN KUNSTWISSENSCHAFTLICHEN POSITIONEN

  

Die Hörbeiträge gewähren Einblicke in unterschiedliche kunstwissenschaftliche Diskurse und präsentieren neue Aspekte zu Ausstellungen und zur Sammlung des Städel Museums.

Termine zu aktuellen Vorträgen finden Sie in unserer Reihe Standpunkte zur Kunst.


Foto © Jörg Steinmetz, S. Fischer Verlag
Podcast

VORTRAG VON ROGER WILLEMSEN

Hören Sie hier den Vortrag von Roger Willemsen vom 24. November 2011: Bewusstsein und Patina. Szenen aus der Kunst- und Literaturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.


Foto: © Villa Grisebach/Marek Pozniak
Podcast

VORTRAG VON FLORIAN ILLIES

Der Vortrag von Florian Illies, am 30. November 2011, jetzt als Podcast.
Deutsch-französisches Gipfeltreffen. Die Bergbilder von Friedrich und Corot im Städel Museum

 


Foto: © Imago Christian Thiel
Podcast

VORTRAG VON PROF. DR. WILFRIED WIEGAND

Hören Sie hier den Vortrag von Prof. Dr. Wilfried Wiegand: Von der Lust des Sammelns und der Leidenschaft für Fotografie hören.
Der Vortrag fand am Mittwoch, 7. Dezember 2011 im Städel Museum statt.

Reihenfolge der Redner
• Frau Sylvia von Metzler - Begrüßung
• Frau Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder
• Herr Dr. Eduard Beaucamp, Mitglied im Stiftungsrat der Hessischen Kulturstiftung
• Herr Max Hollein - Einführung zum Festvortrag von Herrn Professor Wiegand
• Herr Prof. Dr. Wilfried Wiegand – Festvortrag

 


Foto: Max Beckmann, im MoMA, 1947, im Hintergrund sein Triptychon Departure 1932/33-35. Max Beckmann Archiv. © VG Bild-Kunst, Bonn 2011
Podcast

VORTRAG VON DR. MARIO-ANDREAS VON LÜTTICHAU, MUSEUM FOLKWANG

Hören Sie hier den Podcast zum Vortrag: Thomas Mann und Max Beckmann. Treffen im Fiktiven
Der Vortrag fand am 5. Januar 2012 im Städel Museum statt.


Abb.: Lucas Cranach d. J.: Bildnis Martin Luthers, 1559, Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum – Artothek
Podcast

VORTRAG VON DR. BODO BRINKMANN, KUNSTMUSEUM BASEL

Der Vortrag von Dr. Bodo Brinkmann jetzt als Podcast.
Vortrag: Imagepflege: Die Cranach-Werkstatt und das Reformatoren- und Humanistenporträt

Der Vortrag fand am 12. Januar 2012 im Städel Museum statt.


Foto: © Dennis Conrad, Hamburg
Podcast

KENNST DU DAS LAND ... ÜBER GOETHE UND DIE KUNST

Hören Sie hier den Podcast zum Vortrag von Prof. Dr. Sabine Schulze, Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg.

Der Vortrag fand am Donnerstag, 19. Januar 2012, im Städel Museum statt.


Raffael und Werkstatt: Bildnis des Papstes Julius II., 1511/12,
Städel Museum, Frankfurt am Main
Podcast

EIN KAPITALER NEUZUGANG: RAFFAEL UND DAS BILDNIS PAPST JULIUS II.

Podcast zum Vortrag von Prof. Dr. Jochen Sander, Sammlungsleiter der Abteilung "Alte Meister" und Stephan Knobloch, Leiter Restaurierung, Gemälde und moderne Skulpturen im Städel Museum.

Raffaels zwischen 1511 und 1512 in Rom entstandenes Julius-Bildnis ist in mehreren Fassung überliefert und zählt zu den einflussreichsten Werken des großen Renaissancemalers: kein Papstbildnis, kein Porträt eines hohen Kirchenfürsten, das sich nicht am Vorbild Raffaels orientiert. Das vom Städel unlängst angekaufte Gemälde besticht nicht nur durch seine hohe künstlerische Qualität, sondern weist im Gegensatz zur den beiden bekanntesten Fassungen in der National Gallery in London und den Uffizien in Florenz eine Reihe im Verlauf der Ausführung vorgenommener schöpferischer Veränderungen auf. Diese Interventionen und der besondere Charakter der Unterzeichnungen bezeugen einen überaus kreativen Bildfindungsprozess, der diesem Werk eine besondere Stellung verleiht und wesentliche Impulse für die Forschung liefert.


Prof. Dr. Klaus Gallwitz (ehemaliger Direktor des Städel Museums, links) und Max Hollein (Direktor des Städel Museums, rechts).

Foto Prof. Dr. Gallwitz: Stiftung Frieder Burda

Foto Max Hollein: Michael Hudler
Podcast

VOM SAMMELN ZEITGENÖSSISCHER KUNST

Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Klaus Gallwitz (ehemaliger Direktor des Städel Museums) und Max Hollein (Direktor des Städel Museums)

Aus Anlass der Re-Installation der raumbezogen Lichtinstallation von Dan Flavin, "untitled (For Professor Klaus Gallwitz)" im Ausstellungshaus des Städel Museums sprach Michael Hierholzer (FAZ) mit Max Hollein und dessen Vorvorgänger am Städel Prof. Dr. Klaus Gallwitz.

Im Gespräch mit Gallwitz, in dessen Ägide zentrale Werke der Gegenwartskunst in die Sammlung kamen, wie etwa Gerhard Richters "Vorhang", das Schwammrelief Yves Kleins oder Blinky Palermos "Stoffbild" wurden unterschiedliche Fragen zur Tradition Gegenwartskunst am Städel thematisiert. Welche Rolle spielt die Gegenwartskunst in einem Haus, das 700 Jahre Kunstgeschichte vermittelt, wie hat sich das Museum im Allgemeinen und das Städel im Besonderen in den vergangenen vier Jahrzehnten verändert, wo könnte die Zukunft liegen…


Dr. Iris Lauterbach
Podcast

"O NATURE'S DARLING, CLAUDE!" CLAUDE LORRAIN UND DER LANDSCHAFTSGARTEN

"O Nature's darling, Claude!" – mit Emphase ruft der englische Dichter und Gartenliebhaber William Mason ("The English Garden", 1772-82) den Maler an, dessen Werke im 18. Jahrhundert als Inbegriff einer poetischen Landschaftskunst bewundert und nachgeahmt wurden: Claude Gellée, den die Franzosen nach seiner lothringischen Herkunft Le Lorrain und die Engländer "Claude" nannten.
Seit den Anfängen des Landschaftsgartens im frühen 18. Jahrhundert beriefen sich die Gartenkünstler und ihre Auftraggeber auf die Gemälde einiger Landschaftsmaler als besonders geeignete Vorbilder für bestimmte Gestaltungsprinzipien und Stimmungswerte im Garten. Außer Nicolas Poussin und Gaspard Dughet, Jakob und Salomon Ruysdael und anderen war dies vor allem der verehrte "Claude". Seine lichtübergossenen, den Blick weit in die Raumtiefe hineinführenden Landschaftsgemälde galten als zweidimensionales Modell natürlicher Landschaftskunst im Garten.

Der Vortrag zu einem wichtigen Aspekt der Geschichte der Gartenkunst gibt Ausblicke in die Sammlungsgeschichte und die Geschmacksgeschichte und führt in die Kerndebatte der Gartenkunst und –theorie im 18. Jahrhundert: die Wahrnehmung der Natur und ihre Nachahmung in der Kunst.


Vita Dr. Iris Lauterbach
Studium der Kunstgeschichte und der romanischen Philologie an den Universitäten Mainz, Pavia (Collegio Ghislieri) und Paris (Paris IV). 1985 Promotion. Dissertation "Der französische Garten am Ende des Ancien Régime". 1986-1987 wiss. Museumsassistentin in Fortbildung bei den Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin. 1987-1989 wiss. Mitarbeiterin Universität Freiburg/Br. 1989-1991 Forschungsstipendium an der Bibliotheca Hertziana, Rom (Max-Planck-Institut). Seit 1991 Forschungsreferentin am Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München. Seit WS 2001/02 Lehrauftrag ("Geschichte der Gartenkunst") am Institut für Entwerfen, Stadt-, Regional- und Freiraumplanung der Technischen Universität München. Forschungen zur Geschichte der europäischen Gartenkunst vom 16. bis ins 20. Jahrhundert und zu Architektur und Stadtplanung im Nationalsozialismus.


Dr. Claude Keisch
Podcast

BEOBACHTUNGEN AN MENZELS ZEICHNUNGEN

Dr. Claude Keisch sprach über den Maler, Zeichner und Illustrator Adolph Menzel (1815–1905). Kein Künstler des 19. Jahrhunderts hat der Nachwelt ein so vielfältiges, in seiner geistigen Struktur so schwer greifbares Werk hinterlassen. Besonders das zeichnerische Werk des deutschen Realisten aktiviert alle Register parallel: von realistischen Zeichnungen über historische bis allegorische Darstellungen.

Während seines langen, nahezu das ganze 19. Jahrhundert umspannenden Lebens, dass Adolph Menzel überwiegend in Berlin verbrachte, entstand ein beachtliches malerisches Œuvre. Die Zeichnung war jedoch Menzels eigentliches Ausdrucksmittel. Es gibt zahllose Anekdoten, die anschaulich überliefern, wie der Künstler in jeder Lebenslage eines seiner stets mitgeführten Skizzenbücher zückte, innehielt – egal ob er sich gerade auf der Straße, in einem Eisenbahnwaggon, im Leichenschauhaus oder beim festlichen Dinner befand – und mit seinem Zimmermannsbleistift zeichnete, um einen interessanten Anblick einzufangen und so eine Gedächtnisnotiz für einen reichen Motivvorrat anzufertigen. Auf diese Weise schuf er ein etwa 8.000 bis 10.000 Zeichnungen umfassendes Werk. Einen Großteil der Zeichnungen bilden beliebig wirkende Motive aus der Alltagswelt: Köpfe, Figuren, Werkzeuge, Bücher und Faltenwürfe übersteigen in ihrer großen Anzahl den eigentlichen Bedarf, auch wenn Menzel sie zwar teils wiederverwendet oder variiert hat. Letztendlich entstanden sie aus purer Lust an der zeichnerischen Wahrnehmung der Umwelt.

Vita
Dr. Claude Keisch war bis 2003 an der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin tätig. Seine Ausstellungen und Forschungen gelten der deutschen und französischen Kunst zwischen 1800 und 1900. Gemeinsam mit Marie Ursula Riemann-Reyher hat er bereits drei Menzel-Ausstellungen verantwortet, darunter die große Retrospektive "Menzel – Das Labyrinth der Wirklichkeit", die 1996/1997 in Paris, Washington und Berlin gezeigt wurde. Zudem bearbeitete er eine kommentierte Edition der Briefe Menzels in vier Bänden und publizierte eine Vielzahl von Forschungsaufsätzen zu dem Künstler.


Prof. Dr. Arnold Nesselrath

Fotograf: Christoph Brech
Podcast

RAFFAEL: VIRTUOSE DER FARBE

Hören Sie den Podcast zum Vortrag von Prof. Dr. Arnold Nesselrath zur Ausstellung "Raffael. Zeichnungen".

Der Vortrag fand am Donnerstag, 29. November 2012, im Städel Museum statt.


Podcast

VORTRAG VON DR. PHILIPP DEMANDT

Hören Sie hier den Vortrag von Dr. Philipp Demandt vom 11. April 2013.
Das Bildnis der Königin Luise von Preußen in der Skulptur des Klassizismus von Johann Gottfried Schadow und Christian Daniel Rauch.

Dr. Philipp Demandt ist Leiter der Alten Nationalgalerie in Berlin und erörtet in seinem Vortrag die Bedeutung der Berliner Bildhauerschule, die im 19. Jahrhundert deutschlandweite Bedeutung erhielt und in ihren Ausläufern bis in die Vereinigten Staaten von Amerika reicht. Die Begründer dieses Aufstiegs waren die Bildhauer Schadow - Schöpfer der Quadriga auf dem Brandenburger Tor - und Rauch, der das Reiterstandbild Friedrichs des Großen Unter den Linden verwirklichte. Das berühmteste Modell jedoch teilten sich die beiden Künstler: Luise von Preußen, von Schadow in der "Prinzessinnengruppe" und von Rauch in ihrem Grabdenkmal als "sleeping beauty" verewigt. Der Vergleich der Luisen-Bilder beider Bildhauer offenbart Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden Hauptvertreter des deutschen Klassizismus - Freunde und Konkurrenten zugleich.

Copyright © 2014 Städel Museum. Alle Rechte vorbehalten.