Ausstellungen / Archiv / 2012

"DIE GEMÄLDE, RADIERUNGEN UND ZEICHNUNGEN DES ITALIENISCHEN FEINFRANZOSEN IM FRANKFURTER STÄDEL SIND GROSSARTIGE VERFÜHRUNGSKUNST."

Frankfurter Rundschau, Peter Michalzik, 3. Februar 2012

27. Juni bis 23. September 2012, Graphische Sammlung und Metzler-Foyer

MALEREI IN FOTOGRAFIE. STRATEGIEN DER ANEIGNUNG

Das Städel Museum zeigte vom 27. Juni bis 23. September 2012 die Ausstellung "Malerei in Fotografie. Strategien der Aneignung". Im Mittelpunkt der umfassenden Schau stand der Einfluss der Malerei auf die Bildproduktion der zeitgenössischen Fotokunst. Ausgehend von der eigenen Sammlung und ergänzt durch wichtige Leihgaben aus der DZ BANK Kunstsammlung sowie internationalen Privatsammlungen und Galerien präsentierte die Ausstellung rund 60 Arbeiten, darunter zentrale Werke von László Moholy-Nagy, Hiroshi Sugimoto, Wolfgang Tillmans, Thomas Ruff, Jeff Wall und Amelie von Wulffen. Während die Auswirkungen des Mediums Fotografie auf die "klassischen Kunstgattungen" bereits in zahlreichen Ausstellungen und Publikationen analysiert wurden, erschien die Einflussnahme der Malerei auf zeitgenössische Fotografie bisher weniger beachtet. Die Ausstellung im Städel untersuchte die Reflexion der Malerei im fotografischen Bild anhand verschiedener künstlerischer Strategien der Aneignung, die jedoch alle eines gemeinsam hatten: Sie widersetzten sich der allgemeingültigen Erwartung an Fotografie, die Wirklichkeit authentisch zu dokumentieren.

Kuratoren: Dr. Martin Engler (Sammlungsleiter Gegenwartskunst), Carolin Köchling (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Die Ausstellung im Städel Museum fand im Rahmen von RAY Fotografieprojekte Frankfurt Rhein Main statt.

Gefördert durch: Museumskooperationspool der Stadt Frankfurt am Main

Mit zusätzlicher Unterstützung von: DZ BANK, Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung

Medienpartner: Journal Frankfurt, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main


8. März bis 28. Mai 2012, Graphische Sammlung

FREIHEIT DES SEHENS. ZEICHENKUNST VON KOBELL BIS CORINTH AUS DEM STÄDEL MUSEUM

Die Graphische Sammlung des Städel Museums präsentierte in der Ausstellung "Freiheit des Sehens. Zeichenkunst von Kobell bis Corinth aus dem Städel Museum" deutsche Zeichnungen des 19. Jahrhunderts. Aus dem reichen Bestand des Städel Museums an Zeichnungen aus dieser Epoche wurden rund 100 herausragende Werke von 52 Künstlern ausgewählt. Die Auswahl der Zeichnungen spiegelte die ganze Fülle und Vielfalt des Bestandes der Graphischen Sammlung aus jener vielschichtigen Epoche wider, die vom Klassizismus über Romantik, Naturalismus und Realismus bis zum Beginn der Moderne reicht. Von Wilhelm von Kobell, Josef Anton Koch, Carl Philipp Fohr, Carl Blechen, Carl Rottmann, Carl Morgenstern, Moritz von Schwind, Hans von Marées, Wilhelm Leibl, Adolf von Menzel, Max Liebermann und Wilhelm Busch spanntesich der Bogen mit Künstlern wie Max Klinger, Ferdinand Hodler, Paula Modersohn-Becker, Lovis Corinth und Käthe Kollwitz bis zum Beginn der Moderne. Deutlich wurde zugleich die ganze Bandbreite grafischen Schaffens vom Skizzenbuchblatt über Gemäldevorzeichnungen und großformatige Freskokartons bis hin zu selbständigen, weit ausgearbeiteten und farbig gefassten Werken.

Kuratorin: Dr. Marianne von Manstein

Gefördert durch: Stiftung Gabriele Busch-Hauck
Medienpartner: Frankfurter Rundschau, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
Kulturpartner: hr2-kultur


3. Februar bis 6. Mai 2012, Ausstellungshaus

CLAUDE LORRAIN. DIE VERZAUBERTE LANDSCHAFT

Das Frankfurter Städel Museum widmete Claude Lorrain (um 1600–1682), einem der wichtigsten Landschaftsmaler des 17. Jahrhunderts, die erste monografische Ausstellung in Deutschland seit 1983. Die Ausstellung "Claude Lorrain. Die verzauberte Landschaft" präsentierte rund 130 Werke aus allen Schaffensphasen des bedeutenden französischen Barockkünstlers. Auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse stellte sie neben einer hochkarätigen Auswahl von Gemälden auch die einzigartigen Zeichnungen und Druckgrafiken Claude Lorrains umfassend vor. Leihgaben kamen unter anderem aus dem British Museum und der National Gallery in London, dem Petit Palais in Paris und dem Kupferstichkabinett in Berlin. Die in Kooperation mit dem Ashmolean Museum in Oxford entstandene Ausstellung zeigte Lorrain als hoch reflektierten Künstler, der in allen drei Medien außergewöhnliche und eigenständige Kunstwerke geschaffen hat.

Kuratoren: Dr. Martin Sonnabend (Städel Museum), Dr. Jon Whiteley (Ashmolean Museum) 

Gefördert durch: J.P. Morgan
Medienpartner: Frankfurter Rundschau, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main


Dan Flavin, Untitled (for Professor Klaus Gallwitz), 1993, Städel Museum, Frankfurt am Main, © Estate of Dan Flavin / VG Bild-Kunst, Bonn 2012, Foto: Städel Museum
25. Februar bis 6. Mai 2012, Ausstellungshaus

DAN FLAVIN

Rot, Blau, Pink, Gelb, Grün und Ultraviolett – die 1993 eigens für das Städel Museum geschaffene Rauminstallation des Minimal-Art-Künstlers Dan Flavin ist wieder zu sehen. Anlässlich der Eröffnung der Sammlung Gegenwartskunst wurde die Arbeit "Untitled (for Professor Klaus Gallwitz)" zum ersten Mal nach fast 20 Jahren wieder an ihrem angestammten Ort realisiert. Im Erdgeschoss des Ausstellungshauses ist der Farbraum aus fluoreszierendem Licht und Spiegelungen nun für vier Monate begehbar. 
 

Podcast

VOM SAMMELN ZEITGENÖSSISCHER KUNST

Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Klaus Gallwitz (ehemaliger Direktor des Städel Museums) und Max Hollein (Direktor des Städel Museums)

Aus Anlass der Re-Installation der raumbezogen Lichtinstallation von Dan Flavin, "untitled (For Professor Klaus Gallwitz)" im Ausstellungshaus des Städel Museums sprach Michael Hierholzer (FAZ) mit Max Hollein und dessen Vorvorgänger am Städel Prof. Dr. Klaus Gallwitz.

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