ALBRECHT DÜRER
Hiob auf dem Mist
um 1505
Mischtechnik auf Lindenholz
Inv. Nr. 890
96 × 51.5 cm
Zusammen mit der Darstellung zweier Musikanten (Köln, Wallraf-Richartz-Museum) bildete die oben beschnittene Tafel einst die im geschlossenen Zustand sichtbare Außenseite eines Altarretabels. Hiob, der im Alten Testament von Gott mit vielfachem Unglück geschlagen und auf die Probe gestellt wird, erduldet seine Prüfung auf dem Misthaufen sitzend, begleitet von seiner Frau und seinen Freunden. Letztere versuchen ihn mit Musik aufzuheitern, während die Gattin dem kranken Mann seltsamerweise einen Wasserguss verabreicht. Möglicherweise verbirgt sich dahinter eine Reminiszenz an das „Hiobsbad“ vor den Toren von Annaberg in Sachsen, für dessen Kapelle der Altar bestimmt gewesen sein könnte.










