Sammlung / Projekte zur Sammlungsgeschichte / Forschungsprojekt zur Geschichte des Städel Museums in der Zeit des Nationalsozialismus

ZIEL DES FORSCHUNGSPROJEKTES IST ES, DIE GESCHICHTE DES STÄDELSCHEN KUNSTINSTITUTS VON ANFANG DER 1930ER-JAHRE BIS IN DIE FRÜHEN 1960ER-JAHRE ZU VERÖFFENTLICHEN.

 

FORSCHUNGSPROJEKT ZUR GESCHICHTE DES STÄDEL MUSEUMS IN DER ZEIT DES NATIONALSOZIALISMUS

Administration und Direktion des Städel Museums haben nun parallel zur Provenienzforschung ein Forschungsprojekt initiiert, in dessen Rahmen die Geschichte des Städelschen Kunstinstituts in der Zeit des nationalsozialistischen Regimes wissenschaftlich aufgearbeitet und publiziert werden soll. Das auf ein bis zwei Jahre anberaumte Projekt wird in Kooperation mit der 2003 gegründeten Forschungsstelle "Entartete Kunst" (Berlin/Hamburg) unter der Leitung von Prof. Dr. Uwe Fleckner, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg und Leiter des Warburg-Hauses, durchgeführt. Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Geschichte des Städelschen Kunstinstituts von Anfang der 1930er-Jahre bis in die frühen 1960er-Jahre zu veröffentlichen. Der Schwerpunkt liegt auf den Jahren des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Das Forschungsprojekt soll vor allem die Rolle des Städel Museums innerhalb der nationalsozialistischen Kulturpolitik präzise herausarbeiten und hier auch die Handlungsstrategien der beiden Direktoren Georg Swarzenski (1906–1933 im Amt als Direktor des Städelschen Kunstinstituts und der Städtischen Galerie, 1906–1937 als Direktor des Städelschen Kunstinstituts) und Ernst Holzinger (im Amt 1938–1972) berücksichtigen. Ebenso sollen die Sammlungsgeschichte mit ihren Erwerbungen und der 1937 durch die NS-Beschlagnahmungen bedingte Verlust im Bereich der klassischen Moderne sowie die besondere Funktion der Sammler und Mäzene und deren Verhältnis zum Städelschen Kunstinstitut differenziert dargestellt werden. Darüber hinaus wird die Zeit nach 1945 beleuchtet, in der die Neusichtung der Sammlung erfolgte, die Verluste deklariert, einige der 1937 beschlagnahmten Werke zurückerworben und in der NS-Zeit erworbene Werke restituiert wurden.

ANSPRECHPARTNERIN

Dr. Eva Mongi-Vollmer
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