Polyptychon
MACRINO D' ALBA: MADONNA MIT KIND, VERHEISSUNG DES JOHANNES, BEGEGNUNG AN DER GOLDENEN PFORTE, UM 1495
MITTELTAFEL
Die um 1495 datierten Pappelholztafeln waren in ihrer originalen Substanz gut erhalten und mussten daher nicht konserviert werden. Allerdings wurde die Ästhetik der Malerei durch frühere Restaurierungen empfindlich gestört. Vergilbte Firnisschichten, stark nachgedunkelte Retuschen und später aufgetragene Lasuren hatten das gesamte Kolorit der Originalmalerei völlig verändert. Mitteltafel, Madonna mit Kind
Zustände vorher (l.) und nachher (r.)
Nach der behutsamen Abnahme aller früheren Restaurierungen und der präzisen Retusche präsentieren sich die Tafelgemälde nun wieder in ihrer ursprünglichen Farbigkeit.
SEITENFLÜGEL
Linke Tafel, Verheißung des Johannes
Zustände vorher (l.) und nacher (r.)
Rechte Tafel, Begegnung an der Goldenen Pforte, Detail mit Teilfirnis (rechte Hälfte)
Detail Endzustand
Der farbig gefasste Renaissancerahmen ist nicht original und durch Vergrößerung in der Höhe den Maßen der Gemälde angepasst. Im Zuge dieser Ergänzung wurde die originale Farbfassung des Rahmens partienweise übermalt. Diese Übermalungen hatten sich durch Alterung stark verfärbt und wurden daher entfernt. Es wurden auch Teile des fehlerhaft ergänzten Schnitzwerks erneuert und sämtliche Fehlstellen in der Farbfassung des Rahmens gekittet und retuschiert.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Restaurierungsarbeiten sind Gemälde und Rahmen wieder als glanzvolles Ensemble in der Gemäldegalerie des Städel Museums zu sehen.
Durch die großzügige Unterstützung der BNP Paribas Foundation konnte das Restauratorenteam des Städel Museums für dieses Projekt durch eine freiberufliche Gemälderestauratorin und eine freiberufliche Rahmenrestauratorin verstärkt werden.








