LUCAS VAN VALCKENBORCH

Ansicht von Antwerpen mit zugefrorener Schelde

1590

Öl auf Eichenholz
Inv. Nr. 668 (Erworben 1817 als Vermächtnis von Dr. Johann Georg Grambs)

43 × 64 cm

zur  Biographie

Vom Ufer aus fällt der Blick über die zugefrorene Schelde auf die Handelsmetropole Antwerpen. Meisterhaft hat der im Alter in Frankfurt tätige Maler die Atmosphäre eines kalten Wintertages eingefangen: Dunkle Schneewolken wechseln mit blauem Himmel, die tief stehende Sonne zeichnet lange Schatten auf Schnee und Eis. Kühn kontrastiert das genrehafte Treiben im Vordergrund mit der fernen Ansicht der von mächtigen Festungswerken umgebenen Stadt. Bauern haben auf dem Deich ein großes Feuer entfacht, während Brennholz sammelnde Tagelöhner, aber auch vornehme Stadtbewohner, die zu Fuß oder mit dem Schlitten aus der Stadt herausgezogen sind, amüsiert dem Treiben auf dem Eis zusehen.



Zur Schenkung des Werkes:
„Herr Dr. Grambs besitzt […] eine Sammlung, die alle Erwartungen übersteigt, an Gemälden, Kupferstichen und Handzeichnungen. Die entschiedene Kenntnis des Besitzers hilft dem Besuchenden zu schneller Aufklärung und gründlicher Einsicht.“ So beschrieb Johann Wolfgang von Goethe die Sammlung des Juristen Johann Georg Grambs (1756?1817). Seinen Kunstbesitz – überwiegend niederländische und deutsche Künstler des 17. und 18. Jahrhunderts ? hatte der Advokat auf Frankfurter Auktionen erworben. Grambs war einer der von Städel berufenen Administratoren des Institutes. Diesem unabhängigen Gremium von fünf Frankfurter Bürgern war die Verwaltung der Städelschen Stiftung anvertraut worden. Und wie der Stifter selbst, hinterließ auch Grambs seine Kunstsammlung dem Museum.
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